03.09.26
Parteien wünschen sich eine Frau
als Nachfolgerin für Steinmeier
Wahl des Bundespräsidenten am 27. Januar - Kandidaten werden benannt

Berlin. Die Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers für Bundespräsident Steinmeier wirft ihre Schatten voraus. Nach den Landtagswahlen im Osten will Bundeskanzler Merz eine mögliche Bewerberin oder einen möglichen Bewerber vorstellen. CDU, CSU und SPD wollen eine gemeinsame Kandidatin oder einen gemeinsamen Kandidaten benennen. Die Linke hat sich für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger aus der Zivilgesellschaft ausgesprochen. Wie viele Politikerinnen und Politiker sind auch die Grünen für eine Frau im höchsten Staatsamt.
Aigner, Rhein und Kerkeling werden als Nachfolger gehandelt
Namen, die für die Präsidenten-Nachfolge kursieren, sind der der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, und der des hessischen Ministerpräsidenten, Boris Rhein. Eine von Aigners Reaktionen auf die mögliche Kandidatur lautet: "Es gibt schlimmere Schicksale, als für dieses Amt gehandelt zu werden." Angesprochen auf die mögliche Wahl zum Bundespräsidenten sagte Boris Rhein im Interview mit der „Bild am Sonntag“: „Ich empfinde es als schmeichelhaft, in diesem Zusammenhang genannt zu werden. Es ist das höchste Staatsamt.“
Auch der Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling, für den in einer Online-Petition schon einmal weit über 100.000 Menschen stimmten, wird als potentieller Steinmeier-Nachfolger gehandelt. Kerkeling sagte dazu in einem Interview: „Wenn ich so in die Welt schaue und mir angucke, wer in der Welt in führenden Positionen das Sagen hat, dann bin ich geneigt zu sagen: Ja, das traue ich mir zu.“
Wahl am 27. Januar nächsten Jahres
Die Bundesversammlung zur Wahl der neuen Bundespräsidentin oder des neuen Bundespräsidenten wird für den 27. Januar 2027 nach Berlin einberufen. Die zweite Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier endet am 18. März kommenden Jahres. Die Bundesversammlung besteht aus den 630 Abgeordneten des Bundestages. Die Landtage schicken noch einmal ebenso viele Wahlleute zu der Abstimmung in die Hauptstadt. Es handelt sich um engagierte Bürger, Repräsentanten der Gesellschaft, Sportler, Künstler sowie andere Vertreterinnen und Vertreter.
(Text: Christian Hermanns / Foto: Bundespräsidialamt - Steffen Kugler)